Posts mit dem Label Wissen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wissen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 28. Januar 2011

Welche Voraussetzungen muss ein Klient erfüllen, um ein Coaching machen zu können?

1. Er muss gesund sein, physisch und mental.
Jegliche Form von geistiger Erkrankung (z.B. Depression) braucht die Betreuung durch einen Therapeuten.
Mit physischer Gesundheit ist gemeint, dass er in ausreichend guter Verfassung ist einen Veränderungsprozess durchzuführen.
So dass sein physisches Wohlergehen nicht seine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.
D.h. ein Mensch mit einer Gehbehinderung kann selbstverständlich über ausreichend Kraft verfügen einen Coachingprozess zu gestalten.

2. Weiterhin muss er ausreichend Zeit haben.
Zum einen die Zeit für die Coachingsitzungen und außerdem Zeit für Selbstreflexion ausserhalb der Sitzungen und Zeit
neue Verhaltensweisen oder neue Aktivitäten in seinen Alltag zu integrieren.

3. Als drittes braucht er ausreichend finanzielle Ressourcen, z.B. um den Coach zu bezahlen.

Wie geht der Coach bei der Unterstützung des Klienten vor?

1. Der Coach hält den formalen Rahmen des Prozess'

Rahmen für den gesamten Prozess
- Erarbeitung eines stimmigen Zieles für den Coachingprozess
- Rückverbindung des Klienten mit seinem Ziel über die Dauer des Prozesses
- Überprüfung des Fortschritts auf dem Weg zum Ziel

Rahmen für jede einzelne Sitzung
- Was ist heute wichtig?
- Was ist das Ziel der Sitzung?
- Wie wissen wir, dass wir das Ziel erreicht haben?
- Wie wird der Klient das in der Session erarbeitete neue Verständnis im Alltag umsetzen?

2. Der Coach führt den Klienten zu neuen Einsichten

Der Coach schafft Bewusstheit beim Klienten indem er
- hinterfragt,
- den Klienten herausfordert,
- neue Perspektiven eröffnet,
- seine eigene Wahrnehmung des Klienten einbringt,
- und sein Fachwissen in Sachen Mensch und Systeme zur Verfügung stellt.

Der Klient versteht sich selbst besser:
- seine Situation,
- seine Wünsche und Bedürfniss,
- seine Stärken, das was ihn ausmacht,
- versteht besser wie sein Lebenslauf bisher abgelaufen ist, welche Vor- oder Nachteile das hatte,
- welches seine Werte sind, was seinem Leben wirklich wichtig ist,
- was ihn treibt und motiviert, begeistert.

Und der Klient versteht das System in dem er sich bewegt besser:
- die Wechselwirkungen zwischen seinen eigenen Motiven, Zielen und Werten und denen seiner Mitmenschen,
- die Synergien und Konflikte zwischen ihm und dem System in dem er sich bewegt.

3. Der Coach stützt den Klienten emotional-moralisch

Der Coach ist der größte Fan seines Klienten,
- macht sichtbar was der Klient schon erreicht hat,
- fokussiert auf die Stärken des Klienten,
- feiert mit dem Klienten auch die kleinen Erfolge.

Zudem hat der Klient im Coach eine Instanz, die Rechenschaft über die Durchführung von vereinbarten Veränderungen einfordert.
Einen Teil des emotionalen Aufwandes, den es erfordert ein neues Verhalten im Alltag zu etablieren, wird damit an den Coach ausgelagert.

Dienstag, 25. Januar 2011

Was ist coaching?

Coaching ist die Begleitung eines Menschen in einem Veränderungsprozess.
Coaching ist explizit keine Begleitung eines Menschen über Jahre hinweg, wenn das auch zum Teil so praktiziert wird. Ich sehe das kritisch. Für mich findet Veränderung in Schüben statt, also es gibt Phasen wo Veränderungen stattfinden und dazwischen Plateau-Phasen, wo die Veränderung integriert und stabilisiert wird, bevor der Mensch sich wieder neu verändert.
In diesen Plateau-Phasen sollte auch Ruhe einkehren. Einen permanenten Anstieg forcieren ist unnatürlich, die Natur bewegt sich in Phasen.

Über den Wert von Dankbarkeit

Dankbarkeit zu praktizieren kann enorme Auswirkungen auf unser Leben haben.

Es hat Auswirkungen darauf, wie wir unser Leben wahrnehmen und darauf, dass wir es überhaupt wahrnehmen. Und führt im zweiten Schritt dazu, dass wir uns für andere öffnen können, doch dazu gleich mehr.

Um dankbar zu sein,
1. muss ich mit meiner Aufmerksamkeit weg von dem was ich sein und haben will, hin zu dem was ich bin und habe, denn nur dafür kann ich dankbar sein.
2. und ich muss die Sache für die ich dankbar sein will, wertschätzen, also den Wert davon schätzen. Jedes Mal wenn ich für etwas, das ich getan habe oder bin, dankbar bin, mache ich mir bewusst, dass ich wertvoll, voller Wert bin.

Daraus ergibt sich,
1. dass ich mehr im Moment lebe, denn ich bin mit meiner Aufmerksamkeit bei den Dingen, die gerade sind.
2. dass ich die alltäglichen Dinge, die in meinem Leben sind, mehr wertschätze. Ich brauch kein Drama mehr, keine aussergewöhnlichen Ereignisse, keine Perfektion, um ein wertvolles Leben zu leben. Ich sehe den Wert der ganz gewöhnlichen, der alltäglichen Dinge.
3. dass ich mir meines eigenen Wertes wieder bewußter werde. Ich werde selbst-bewusster. Ich kenne meinen Wert und bin dankbar für das was ich bin und habe. Ich bin in der Lage wahrzunehmen, wenn andere mir Achtung, Respekt und Zuneigung entgegenbringen, weil ich mit meinem eigenen Wert, meiner eigenen Liebenswürdigkeit in Ressonanz bin. Ohne das könnte die ganze Stadt mit Plakaten zugepflastert sein, ich würde sie nicht sehen.

So kann die simple Übung: sich der Dinge bewusst werden für die ich heute dankbar bin, zu einer fundamentalen Veränderung meiner Selbstwahrnehmung führen.
Und da Energie der Aufmerksamkeit folgt, d.h. die Dinge auf die ich meine Aufmerksamkeit lenke die Tendenz haben sich zu vermehren, verändert sich mit der Sicht auf mein Leben auch mein Leben selbst.

Wenn das keine Ansporn ist, jeden Tag 5' den Dingen zu widmen für die ich heute dankbar bin, weis ich auch nicht.

Den Kern davon hab ich bei Bréne Brown gehört.